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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Marke Europa auf Österreichisch

Was darf sich der geneigte Leser von einem österreichischen Interviewbuch zur Europäischen Union erwarten? Gespräche mit Roland Adrowitzer, Franz Vranitzky und Erhard Busek etwa. Oder die Feststellung, dass es der EU an Utopien, Bürgernähe und Emotion fehle. Und freilich die Diagnose, dass Politiker und Medien Europa als Sündenbock misshandeln. Insofern ist „Marke Europa“: erwartbar. Das mag auch an der Mischung aus zu brav gefragt, zu episch geantwortet liegen. Vor allem liegt es an den Gesprächspartnern. Der unter der Ägide von Clemens Hüffel und Anneliese Rohrer von fünf Journalismusstudenten der FH Wien produzierte Band ist verdienstvoll, weil er – gewollt oder ungewollt – das Geheimnis der medialen-politischen Elite dekuvriert: Seit Österreichs EU-Beitritt tragen dieselben Personen dieselben Argumente und Ansichten rund um die Vernunftehe Österreich-Europa vor. Gleichzeitig ist das Buch Teil des Eliteversagens. Längst gibt es auch


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