Das jüngste Gericht

Medien | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Verleger und Gewerkschaft einigen sich auf einen schwachen Presserat

Bericht: Wolfgang Zwander

Friss oder stirb. Das war das Motto der Verhandlungen zwischen dem Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und der Journalistengewerkschaft über einen neuen Presserat. Nach mehreren Jahren Streit beschloss die Gewerkschaft, die Bedingungen des VÖZ zu schlucken.

Somit wird in den kommenden Wochen die Zeit enden, in der es in Österreich keine Selbstkontrolle der Medien gibt. Ein Zustand, der schon sieben Jahre währt, in Europa einmalig ist und dazu führte, dass die Sitten der Boulevardmedien ungeahndet verrohten (siehe die Fälle Josef F. und Kampusch). Der neue Presserat wird, gleich wie der alte, sozialpartnerschaftlich organisiert sein, die wichtigsten Akteure bleiben die Zeitungsverleger und die Gewerkschaft. Die Urteile werden anhand des „Ehrenkodex der österreichischen Presse“ gefällt und danach veröffentlicht.

Die Gewerkschaft hegt nach wie vor Zweifel daran, dass der neue Presserat


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