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Medien | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Das Motorola Droid – ein Handy wie Darth Vader

Prüfbericht: Thomas Vašek

Was ist männlich? Wenn es nach Schweiß riecht, nach Testosteron, nach Heldentum und Abenteuer? Neulich kam einer meiner Möbelpacker, ein muskulöser Kerl mit breiter Nase. Man konnte sich ihn gut als Profiboxer vorstellen. Nach sechs Stunden Kistenschleppen zog er plötzlich sein iPhone aus der Tasche. „Man muss mit der Zeit gehen“, murmelte er. Für richtige Kerle wie ihn hat Motorola das Droid erfunden. Das Handy sieht aus wie Darth Vader – finster, entschlossen, kühl und gefährlich. Ein ernsthafter, maskuliner Gegenentwurf zu Apples ewigem Spielzeug. Das Droid hat Ecken und Kanten wie ein alter Volvo. Es liegt schwer und substanziell in der Hand, zur Not könnte man damit einen Nagel einschlagen oder einen Gegner außer Gefecht setzen. Ein puristisches Design ohne Schnickschnack – und gerade deswegen geradezu avantgardistisch.

Dazu passt der brillante 3,7-Zoll-Glasbildschirm ebenso wie die Volltastatur. Und technologisch ist das Droid ohnehin weit vorn. Es hat das neue Google-Betriebssystem Android 2.0 an Bord, mit vielen neuen nützlichen Funktionen. In den USA kommt das Handy auch mit Googles Navigationslösung (siehe Falter letzte Woche), europäische Nutzer müssen sich mit Motorolas Eigenentwicklung begnügen. Aber richtige Männer, so hört man, haben ohnehin Orientierungssinn. Welcher Cowboy reitet schon mit Navigationssystem?

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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