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Politik | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Wie soll man den Holocaust heute erforschen, Herr Pelinka?

Das Ringen um das Wiener Wiesenthal-Institut ist entschieden. Am vergangenen Donnerstag wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der Politologe und Exvorsitzende Anton Pelinka scheidet freiwillig aus, dafür zieht Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), in das Gremium ein. Der Streit um die Nutzung des Archivs der Kultusgemeinde – Anlass für den Rücktritt des alten Vorstands – wurde damit beigelegt. Anton Pelinka erklärt, wie Holocaustforschung heute aussehen sollte.

Warum wollten Sie nicht mehr Teil des Wiesenthal-Instituts sein?

Für mich war immer klar, dass die Kultusgemeinde, ein Mitglied des Wiesenthal-Instituts, dem Institut auch ihr Archiv für seine Forschungen zur Verfügung stellt. Doch manche in der IKG hatten wohl das Gefühl entwickelt, sie sitzen auf einem Wissensschatz und müssen aufpassen, dass ihnen diesen nicht jemand wegnimmt. So war für mich das ursprüngliche Konzept nicht mehr realisierbar.


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