Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 9: George Martin versteckt sich im Studio und macht die Beatles

Feuilleton | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Enthusiasmus-Serie: Carsten Fastner

Irgendwann Mitte der 70er erfuhr George Martins kleine Tochter, dass ihr Vater einst eine Band namens The Beatles produziert hatte. Ob diese Beatles wohl so groß gewesen seien wie die Bay City Rollers, wollte sie wissen. „Wahrscheinlich nicht“, hat Martin geantwortet. Er wusste: „Eines Tages kommt sie drauf.“

Nach allem, was der Mann bislang über sich erzählt hat – ziemlich wenig nämlich –, wird man diese Anekdote kaum als eitle Koketterie abtun, sondern als aufrichtiges Understatement preisen dürfen. In den Sympathiedisziplinen Bescheidenheit und öffentliche Zurückhaltung schlug er selbst George Harrison um Längen.

Johns große Klappe ertrug Martin mit lässiger Langmut; Pauls Perfektionismus spornte er an. Und in der Abgeschiedenheit des Tonstudios machte er die Beatles zu dem, was sie waren.

Es gibt ein paar frühe Studio- und Konzertmitschnitte, auf denen die musikalische Kraft der Band ganz unmittelbar zu hören ist. Diese Kraft als


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