Der Leider-doch-nicht-Burgtheaterdirektor

Feuilleton | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Advent, Advent, ein Notlicht brennt: Eine Ausstellung im Theatermuseum erinnert an das Theater um Thomas Bernhard

Ausstellungsbesuch: Wolfgang Kralicek

Nichts ist so lächerlich wie der Theaterskandal von vorgestern. Dass die aktuelle Sonderausstellung des Theatermuseums nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam geraten ist, kommt also nicht weiter überraschend: Die Schau ist dem Theater Thomas Bernhards gewidmet.

Genauer gesagt, beschäftigt sich „‚Österreich selbst ist nichts als eine Bühne‘ – Thomas Bernhard und das Theater“ mit der Rezeption seiner Stücke in Österreich. 18 abendfüllende Dramen hat er geschrieben; genau die Hälfte davon wurde in Österreich uraufgeführt – fünf bei den Salzburger Festspielen, vier vom Burgtheater.

Die Ausstellungskuratoren, beide ausgewiesene Bernhard-Spezialisten, haben sich die Arbeit geografisch aufgeteilt: Martin Huber, Leiter des Bernhard-Archivs in Gmunden und Herausgeber der Werkausgabe, zeichnet für jenen Raum verantwortlich,


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