Diese Woche haben wir gelernt

Bemerkenswerte Stadt-Begebenheiten

Stadtleben | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

… dass neben dem Naschmarkt ein Bürohochhaus errichtet werden soll. Der Grund nahe den Wagner-Häusern dient bislang dem ÖAMTC als Parkplatz. Die Anrainer laufen gegen das Projekt Sturm, Bezirksparteien sorgen sich um Denkmalschutz und Grünflächenverbauung. Der Bezirk Margareten gilt als eines der dichtest verbauten Altstadtviertel Europas.

… dass mit dem Bau des Hauptbahnhofs begonnen wurde. Vergangene Woche übergaben die ÖBB den Grund an ein Strabag-Baukonsortium für die Vorarbeiten. 2015 soll das 220-Millionen-Projekt fertig sein.

… dass eine 71-Jährige in einer Hietzinger Wohnung drei Sprenggranaten aus dem Ersten Weltkrieg entdeckte. Sie wurden vom Entminungsdienst entschärft. Was schlummert eigentlich noch alles in Wiens Mezzaninen?

… dass das Kunsthistorische Museum (KHM) seine Meisterwerke in U-Bahn-Stationen und an Hausmauern zeigt. Die neue Generaldirektorin Sabine Haag möchte damit ihre „Strategie der Öffnung“ vorantreiben, die einem nicht so kunstaffinen Publikum den Besuch von Breughel und Tizian schmackhaft macht. Die Bilder sind zwar gerahmt, aber nur Reproduktionen. Während die Kunst-im-öffentlichen-Raum-Profis längst Winterschlaf halten, bringen nun KHM-Guides den Passanten die Kunstgeschichte näher. Irgendwie ist Werbung doch immer die bessere Kunst, oder?

… dass rund 150.000 Menschen in Wien vergangene Woche an der „Langen Nacht der Forschung“ teilnahmen. Sinniger wie überraschender Slogan der Veranstaltung: „Sei nicht so neugierig!“ Ist in Österreich eigentlich die Dienstanweisung statt der Neugier der Ursprung allen Forschens?


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