Er war einmal Skandalstürmer

Stadtleben | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Wirtshaustouren, Partys, Verletzungspech: über die Läuterung von René Gartler

Porträt: Christoph Heshmatpour

Ein Schritt, ein Schuss, ein beunruhigendes Knacken im Knie. Rapid-Stürmer René Gartler bricht auf dem Rasen des Hanappi-Stadions zusammen. Den Platz verlässt er liegend, auf der Trage der Sanitäter, Eisbeutel auf dem Knie, skeptisch tastet er das Gelenk ab. Die Diagnose steht bald fest: Kreuzbandriss, der Albtraum eines Fußballspielers, denn diese Verletzung kostet einen Profi normalerweise ein halbes Jahr seiner Karriere.

„Viel nachgedacht“ ...

Das war im April dieses Jahres, und René Gartler hat seitdem „viel nachgedacht“. Zum ersten Mal war er im Heimspiel gegen Kärnten in der Startaufstellung des SK Rapid gestanden. Erst mit 23 Jahren, obwohl der Bub aus der Penzinger Nachbarschaft bei den Hütteldorfern schon sehr früh als großes Talent gegolten hatte. Sein einschlägiger Ruf eilte dem quirligen Angreifer aber voraus: Partys, Alkohol, fettes Essen sollen die

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