Basics

Grundkurs Kochen (54)

Stadtleben | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Erdäpfelobers, man nennt’s Gratin, schmeckt dem Paten wie der Patin

Wahrscheinlich sagen nur besonders gut integrierte Deutsche „Erdäpfelgratin“, wenn sie „Kartoffelgratin“ meinen, aber dazu sind sie ja da. Der fette Auflauf ist keine Hexerei und stellt eine hübsche Beilagenalternative zu Teigware oder Reis dar.

Und so wird’s gemacht: Alles, was man braucht, sind Erdäpfel und zwar von der mehlig kochenden Sorte, damit das Ganze schön cremig wird. Pro Person rechnen wir (als Hauptspeise) drei große Exemplare. Waschen, schälen, mit Küchenpapier trocknen und in dünne (maximal 5 mm!) Scheiben schneiden. Eine feuerfeste Form mit einer durchgeschnittenen Knoblauchzehe ausreiben, mit Butter einfetten. Die Erdäpfelscheiben dachziegelartig in die Form einschichten, mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss bestreuen. Mit so viel Obers (wer’s leichter mag, nimmt halb Milch, halb Obers) übergießen, dass die Erdäpfel zur Hälfte darin „schwimmen“. Mit geriebenem Parmesan- oder anderem Hartkäse bestreuen und bei 200 Grad (Heißluft: 170 Grad) auf die mittlere Schiene ins Rohr damit. Nach 45 Minuten sollten die Erdäpfel gar sein und die Flüssigkeit aufgesaugt haben. Man kann zusätzlich noch in Scheiben geschnittenes Gemüse (Karotten, Fenchel, Rote Rüben) zum Gratin geben und mitbacken. Sensationell sind auch frischer Rosmarin und ein etwas großzügigerer Umgang mit Knoblauch: kleingeschnitten je nach Geschmack zum Obers dazugeben! Passt hervorragend zu Fleisch-, Fisch oder Gemüsespeisen, die ohne „eigene“ Sauce daherkommen. cw


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