Ein Mann sieht rot

Steiermark | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Präsidenten, Päpste, Polizisten: Nichts und niemand ist sicher vor dem Zorn des Malers Josef Schützenhöfer

Interview: Tiz Schaffer, Thomas Wolkinger

Hat sich Josef Schützenhöfer in Fahrt und, ja, auch in Rage geredet, dann wechselt er gerne einmal und unvermittelt ins Amerikanische – die Sprache, in der er sich über zwanzig Jahre eingerichtet hat. Nachdem er Österreich 1977 im Zorn verließ, wie er gerne erzählt. Aber auch in den USA, seiner neuen Heimat, die er für ihre Kultur der Rechtsstaatlichkeit zu schätzen lernte, ist Schützenhöfer nicht zur Ruhe gekommen. Hier richtete sich sein Zorn gegen kriegsführende Präsidenten, gegen Fernsehprediger, bigotte Bischöfe oder gegen die Armee. Einen Army-Werbestand am Uni-Campus übergoss er einmal mit zwei Gallonen roter Farbe, verbunden mit der trockenen Aufforderung: „Take your fascism elsewhere!“

Der Faschismus holte Schützenhöfer auch ein, als er 1997 mit seiner Familie ins oststeirische Pöllau zog. Besonders erbitterte


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