Das Lebenswerk im Umzugskarton: Das Kulturzentrum bei den Minoriten ehrt seinen Gründer

Steiermark | aus FALTER 46/09 vom 11.11.2009

Bericht: Ulrich Tragatschnig

Als der Priester, bildende Künstler und Schriftsteller Josef Fink 1975 mit der Errichtung eines Kulturzentrums bei den Minoriten beauftragt wurde, war das ein Signal an die Progressiven in der Kirche. Schließlich war Fink das genaue Gegenteil des braven Frömmlers, schon damals mehr für kritische Positionen in Gefolgschaft des Zweiten Vatikanums als für Pietismus bekannt. Und auch künstlerisch hatte er sich längst von religiöser Heimeligkeitsrhetorik entfernt, hatte sich, fünf Jahre zuvor, von seinen kirchlichen Dienstpflichten als Kaplan freistellen lassen, um ein Kunststudium bei Carl Unger an der Akademie für angewandte Kunst zu absolvieren, wo er auch prompt mit der figurativen Malerei im Sinne Rudolf Szyszkowitzs brach, um sich mehr abstrahierenden Gepflogenheiten anzunähern.

Stets hat er bewiesen, wo sein Standpunkt im Streit zwischen echter Spiritualität und religiösem Kitsch war. Mit Fink hat über dem Diözesanmuseum im zweiten Stock des Minoritenklosters


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