Kritik

Verlockung des Immergleichen

Lexikon | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Sogar ein Spruch wie „Fuck you“ kommt bei Daniele Buetti im Glamourlook daher. Gemeinsam mit anderen gelochten und von hinten beleuchteten Flegeleien erstreckt er sich über die Wand einer Koje, die an eine Street-Art-Szenerie mit Graffiti erinnert und so das Klinische des Galerieraums kurzfristig in den Hintergrund drängt. Doch wie in fast all seinen Arbeiten reflektiert der Schweizer Künstler auch hier Themen wie Konsumzwang, Schönheit, ewige Jugend und die all das proklamierende, aggressive Medienmaschinerie. Vor allem die in der Ausstellung gezeigten Fotoleuchtkästen zeigen, dass der Künstler auch heute noch an jenen Themen festhält, die er schon in den 1990ern durchgespielt hat. MJ

Hilger Contemporary, bis 19.12.


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