Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Die Nullerjahre waren nicht das Jahrzehnt von Cornershop, ganz im Gegensatz zu den 90ern. Damals wurden sie mit ihrem asiatisch gewürzten Britpopentwurf erst zu Indielieblingen und schließlich, mit „Brimful of Asha“, zu Hitparadenstars.

Nach langem Schweigen – das letzte Album „Handcream for a Generation“ datiert aus 2002 – melden sich Tjinder Singh, Ben Ayres und Band zurück und drehen die Uhr mit „Judy Sucks a Lemon for Breakfast“ (Ample Play Recordings) kurzerhand um eine Dekade zurück.

Cornershop sorgen wieder für Partylaune mit dezent-melancholischen Zwischentönen; superentspannte Rhythmen kombinieren sie mit prächtigen Melodien, Gospelchöre mit markantem Sitarspiel und Billigsdorfer-Elektronik mit herzerwärmendem Gesang. Ein Bob-Dylan-Cover hat ebenso Platz wie ein gemütlich dahindaddelnder Endlosjam zum Ausklang. Musik also, die nicht nur 90er-Nostalgiker glücklich machen sollte.

Extrem hoch ist der Wiedererkennungswert auch bei den kanadischen Wahlberlinern


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