Kommentar

Pflege braucht Kontrolle, aber keine Schikanen. Endlich ändert sich das

Sozialpolitik

Franz-Joseph Huainigg | Falter & Meinung | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Pflegende Angehörige dürfen es, ohne Einschulung und Ausbildung. Behindertenbetreuer in WGs von behinderten Menschen durften es bislang nicht. Die Regelung der Pflege im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) war völlig realitätsfremd, da sogar die Hilfeleistung beim Toilettengang oder Unterstützung beim Waschen oder Anziehen untersagt war. Ein Höhepunkt der Absurdität: Die Pflegegewerkschaft forderte, dass nur diejenigen pflegerische Tätigkeiten durchführen dürften, die entsprechend ausgebildet seien. Gleichzeitig verhinderte sie eine einschlägige Weiterbildung. Behindertenbetreuer, die eine Grundausbildung wie jene zum Behindertenpädagogen aufweisen, durften nicht einmal das „Basismodul Grundversorgung“ besuchen.

Ab und zu gibt es jedoch kleine politische Wunder. Es konnte ein Konsens für eine vernünftige Neuregelung gefunden werden, der diese Woche im Parlament beschlossen werden soll. Die Novelle sieht vor, dass künftig alle Beschäftigten, die in behördlich

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