Josef Prölls Kolibri

Politik | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Christine Marek könnte als Wiens ÖVP-Chefin die legitime Nachfolgerin des liberalen Revolutionärs Erhard Busek werden

Porträt: Barbara Tóth, Julia Ortner

Ihr Leben deckt sich nicht mit dem ÖVP-Parteiprogramm. Vater, Mutter, Kind wäre Christine Marek auch lieber gewesen, sagt sie. Doch dann kam die Trennung von ihrem Freund, und die damals 25-jährige Sekretärin zog Sohn Max alleine auf. Nach zwei Jahren Karenz und einem Jahr Sondernotstandshilfe kämpfte sie sich hinauf: Abteilungsleiterin beim Hightechunternehmen Frequentis, Betriebsrätin und Vorstandsmitglied der Wiener Arbeiterkammer. Sie wurde die Vorzeige-Alleinerzieherin der schwarzen Reichshälfte. Quirlig, flott gestylt, offen und manchmal aufmüpfig gegen das alte Parteicredo: Die heute 41-jährige Marek hat mit der Old-School-ÖVPlerin im Nerz nichts gemein. Jetzt hat sich die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium für einen besonders schwierigen Job qualifiziert: Die gebürtige Bayerin folgt Johannes Hahn als neue


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