Ein Clown macht Ernst

Politik | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Was sucht Klaus Werner-Lobo, Globalisierungskritiker und grüner Quereinsteiger, im Wiener Gemeinderat?

Porträt: Stefan Apfl

Als das Wahlergebnis auf der Leinwand erscheint, reißt Klaus Werner-Lobo die Arme hoch und hüpft im Saal des Austria Center Wien auf und ab. Sechs Wochen lang hat er Gas gegeben wie nie zuvor, hat sich unter Grüne gemischt und sich in Kandidatenhearings präsentiert, hat bei Auftritten als Clown die Mächtigen verspottet und im Audimax Solidarität bekundet. Sechs Wochen lang, sagt er, als der erste Jubel am Sonntagnachmittag verflogen ist, „habe ich alles richtig gemacht und das Unmögliche geschafft“.

Seither ist es fix: Der 42-jährige Quereinsteiger wird als Nummer zehn der Wiener Landesliste im kommenden Jahr in den Wahlkampf und danach mit dem Schwerpunkt Demokratie in den Gemeinderat einziehen.

Ich-AG und Wir-Genossenschafter, Globalisierungskritiker und Clown, Bestsellerautor und jetzt Grüner: Klaus Werner-Lobo vereint unterschiedliche Rollen. Wer aber

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