„Unsere Freiheit endet im Stau“

Politik | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Gegen Verkehr, Zersiedelung, Apathie: Wie Claus Leggewie die Klimakrise kleinkriegen will

Interview: Matthias G. Bernold

Man könnte Claus Leggewie einen Hans Dampf in allen Gassen nennen. Der deutsche Kulturwissenschaftler forschte über Terror und Medien, verfasste Bücher über die Türkei und Europa, Bosnien nach dem Bürgerkrieg, die Globalisierung und den weltpolitischen Einfluss der USA. In seinem jüngsten Buch befasst sich Leggewie mit dem Klimawandel, und er entwirft die Utopie einer neuen Gesellschaft.

Falter: Warum ist Klimawandel ein Thema für einen Kulturwissenschaftler?

Claus Leggewie: Klimawandel heißt Kulturwandel. Und die Art und Weise wie wir das Klima – etwas das wir nicht riechen, schmecken und fühlen können – erfahren, ist kulturell geprägt. Die Naturforscher haben lange naiv geglaubt, dass die Menschen ihr Verhalten ändern würden, wenn man nur über die abstrakte Bedrohung aufklärt. Das geschieht aber nicht. Deswegen sind Kulturwissenschaftler gefragt, weil

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige