Echter Herzschmerz oder geborgtes Leid?

Feuilleton | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Die Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune polarisiert mit ihrem neuen Album „Wellen der Angst“

Pro: Gerhard Stöger

Die Semiprominenz ist eine dialektische Sau. Wären die zentralen Protagonisten der Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune nicht für FM4 tätig, hätten sie sich nie in dieser Form gefunden. Da Fritz Ostermayer, Robert Zikmund, David Pfister und Christian Fuchs aber nun einmal beim Jugendradio arbeiten, müssen sie sich stets mit Vorurteilen und Erwartungshaltungen herumschlagen.

Man hält sie – gerne auch ungehört – für ein entbehrliches Spaßprojekt oder irgendwie so Indiekult mit ganz doll Schnaps. Man will sich, stur unterwegs auf dem emotionalen Holzweg, fremdschämen oder sucht nach Metaebenen. Dabei singen diese vier nicht mehr blutjungen bis bereits etwas älteren Herren doch einfach nur Lieder, die ohne Umschweife ans Herz rühren. Und sie bedienen sich einer der dafür am besten geeigneten Sprachen, des Wienerischen.

Die Neigungsgruppe ist tatsächlich


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