Als die Bilder laufen lernten

Feuilleton | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Mangas sind jetzt auch für Erwachsene: fantastische Neuerscheinungen von Tezuka, Taniguchi und Nihei

Comic-Sammelkritik: Thomas Wolkinger

Es ist nicht einfach, in den Regalen der Buchhandlungen zwischen der Manga-Meterware die paar Bände zu finden, die zu lesen auch noch lohnt, wenn die Pubertät schon einige Jahre zurückliegt. Lange Zeit wurden Mangas für Ältere gar nicht erst auf Deutsch verlegt, wohl aus Angst, die an mädchenverträumte Romanzen und kurzweilige Bubenaction gewöhnte adoleszente Primärzielgruppe zu verstören. Erst nach und nach haben Verlage damit begonnen, auch hierzulande interessantere Stoffe oder gar japanische Comic-Klassiker auf den Markt zu bringen.

Anfangs liefen diese Bücher ebenfalls unter dem „Manga“-Label, neuerdings werden sie oft als graphic novels geführt – ein Begriff, der auf Will Eisner zurückgeht, der ihn 1978 für seine Comicerzählungen „Ein Vertrag mit Gott“ verwendete. Erst in den letzten Jahren ist der Begriff zu so etwas wie


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