Männer und Frauen, Osten und Westen

Feuilleton | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Die Mammutausstellung „Gender Check“ im Mumok schlägt ein neues Kapitel der Kunstgeschichte auf

Rezension: Manisha Jothady

Als die amerikanische Filmtheoretikerin Teresa de Lauretis Mitte der 1980er-Jahre den Begriff „Gender“ in die kulturelle Debatte um Männlichkeit und Weiblichkeit einbrachte, wandte sie sich gegen den Differenzfeminismus, der sich seit Ende der 60er in der künstlerischen Praxis und den darum geführten Diskussionen etabliert hatte.

Die Fokussierung auf die soziokulturelle Konstruiertheit von Geschlechterkategorien war freilich nur möglich, nachdem Künstlerinnen zuvor die Verbindung von Kunst und Geschlechterpolitik eingefordert hatten: 1968 schnallte sich Valie Export ihr „Tapp- und Tastkino“ vor die Brust, um den männlichen voyeuristischen Blick zu entlarven. Ab Mitte der 70er-Jahre begann die US-Künstlerin Cindy Sherman, vorgeformte weibliche Rollenklischees zu analysieren.

Daneben gab es aber auch Künstler wie den Deutschen Jürgen Klauke und den Schweizer

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