Fußball

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

So wird Österreich Europameister

Zum Standardrepertoire jeder Analyse der österreichischen Nationalmannschaft gehörte bis vor kurzem die Klage über den Mangel an österreichischen Legionären in europäischen Topligen. Derzeit stellt sich die Lage etwas anders dar: Es gibt zwar etliche Legionäre. Aber die einen sitzen dort nur auf der Tribüne (Arnautovic bei Inter, Hoffer bei Napoli) oder auf der Ersatzbank (Korkmaz bei Frankfurt, Maierhofer bei Wolverhampton). Die anderen (Ivanschitz bei Mainz, Stranzl bei Spartak Moskau) spielen zwar, werden von Didi Constantini aber nicht einberufen. Daraus lässt sich schließen: Österreichische Spieler sind zu schwach für europäische Topligen. Und die, die nicht zu schwach sind für europäische Topligen, sind immer noch zu schwach für die Nationalmannschaft. Vielleicht ist das ja Constantinis Geheimstrategie zum EM-Titel.


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