Basics

Grundkurs Kochen (55)

Stadtleben | aus FALTER 47/09 vom 18.11.2009

Beim Projekt „intimes Wohnen“ hilft Suppe mit viel Käferbohnen

Mir will scheinen, dass die sogenannte serbische Bohnensuppe imagemäßig schon besser dagestanden ist. Glamourmäßig wird sie mittlerweile sogar schon von der Kürbissuppe ausgestochen – und das ist ungerecht. Wie serbisch die beste Suppe meiner Kindheit auch immer gewesen sein mag, sie geht in etwa so: Bohnen, am besten serb-, äh, steirische Käferbohnen, am Vortag einweichen. Am nächsten Tag mit Zwiebel und Knoblauch so verfahren wie immer (fragen Sie nicht nach Mengen, das hat man ja eh im Griff). Ist die Zwiebel glasig und der Knoblauch noch nicht verbrannt (für die Hardcore-Variante wird natürlich Schweineschmalz und dann aber auch gleich noch etwas Speck verwendet), mit Mehl stauben, Paprika und Tomatenmark dazutun (wieder nach Gefühl) und dann aber zügig aufgießen, sonst wird’s bitter, wie man aus Gulaschrezepten weiß.

Was man neben den Bohnen und den unkaputtbaren Suppenwürfeln noch braucht: Rosmarin und Thymian (wer viel Zeit hat, kann das alles fein hacken, lässige Köche tun die Zweige in das berühmte Mullsäckchen oder in eine Filtertüte und binden zu), Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, einen grünen Paprika (geputzt und halbiert). Das schmeißt man alles in den Topf und kocht es so lange, bis die Bohnen weich sind.

Wer jetzt weiterliest, kriegt nicht nur eine gute, sondern eine saugute Bohnensuppe, weil er neben dem Genannten auch noch ein exakt 17,5 cm langes Stück Selchripperl mitkocht. Das Fleisch wird am Schluss ausgelöst und in die Suppe gestreut. KN


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