Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Soulmusik erlebt zurzeit nicht gerade eine Blütezeit, und doch erblüht sie vereinzelt immer wieder. Etwa auf dem Underground-Hip-Hop-Label Stones Throw.

Dem Weißbrot Andrew Mayer Cohen alias Mayer Hawthorne ist hier mit seinem Debüt „A Strange Arrangement“ (Stones Throw/Trost) ein kleiner Geniestreich gelungen. Der junge Mann aus der Umgebung der Motor-City Detroit, der eigentlich als DJ begonnen hat, bringt in Songs wie „Just Ain’t Gonna Work Out“ Motown-Arrangements der ausgehenden 60er-Jahre und Hip-Hop-Beats, Retro-Flavour und ein paar moderne Ausreißer unter seine Hipster-Mütze.

So erklärt es sich, dass derart unterschiedliche Kollegen wie Justin Timberlake, Questlove oder Gilles Peterson begeisterte Grußbotschaften übersandten: „One of the biggest records of 2009!“ Das ist nun wieder übertrieben. Das Album ist eine charmante Reverenz an eine große Ära der Soulmusik, die man sich immer wieder mal gern anhören wird.

Bereits mit 22 Jahren stellt die britische


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