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Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Das Unheil rührt laut Pascal bekanntlich daher, dass die Menschen nicht allein in ihrem Zimmer hocken bleiben können. Würden das alle tun, wär’s aber erst recht ein Elend. Alle mailten, chatteten und twitterten vor sich hin, aber Auslauf hätten die Meerschweinchen keinen; sie würde sich vielleicht nicht mit Meerschweinchengrippe anstecken, aber auch keine Meerschweinchen zeugen und in Depressionen verfallen. Denn auch das sagt Pascal: „Das Meerschwein, das alleine bleibt, ist eine arme Sau.“ Ein bisschen Gruppendynamik ist schon okay und darüber hinaus sehr interessant. Wenn CvD Isa Grossmann neben Florian Klenk zu stehen kommt, sagt sie: „Ich hab ein bissi Schweinegrippe“, wohingegen sie in meiner Gegenwart nur anmerkt, dass sie wundgelegenes Haar habe. In meinem Zimmer stapeln sich nämlich Pflegeprodukte für mattes und müdes, wehes und wundgelegenes Haar. Die meisten Menschen aber schwirren zurzeit bei Christopher Wurmdobler herum, in dessen Zimmer nicht nur eine Verhütungstüte für einen Blauwal liegt (Wurmdobler behauptet, es sei ein Kondomadventkalender, aber so was gibt’s doch gar nicht!), sondern viele schöne Dinge rumkugeln, die ab sofort in der Serie „Hilfe, Geschenke“ (S. 44 f.) präsentiert und unter den wohltätig Spendenden verlost werden. Matthias Bernold indes, der für Bobokram nicht viel übrig hat, befingert meinen Fugenhai (und lässt mich dafür an seinem Kyoto-Protokoll schnuppern), den er für einen Lasagneschüsselauskratzer hält. Dabei ist der Fugenhai zum Silikonausfräsen. Dieser Bernold aber auch!


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