Wertungsexzess

Hero der Woche: Andreas Forster

Politik | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Der Student der Uni Wien spürte einen Kriegsverbrecher mittels Telefonbuch auf

Der Wiener Student Andreas Forster vermag mittels Telefonbuch, wozu die österreichische Justiz mit ihrem ganzen Apparat über Jahrzehnte nicht willens war: Im Rahmen eines Forschungsprojekts machte der Student einen mutmaßlichen Nazi-Kriegsverbrecher in Deutschland ausfindig. Dem 90-Jährigen wird nun in Duisburg der Prozess gemacht. Ihm wird vorgeworfen, gegen Kriegsende an der Erschießung von 57 jüdischen Zwangsarbeitern im burgenländischen Deutsch-Schützen beteiligt gewesen zu sein. Später soll er einen jüdischen Zwangsarbeiter auf einem Marsch erschossen haben. Adolf S. lebt seit 1946 durchgehend an derselben Adresse und dürfte auch seinen Namen nie geändert haben. „Da ist offenbar nicht sehr intensiv ermittelt worden“, sagt Walter Manoschek, Professor des medienscheuen Studenten.


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