Warum Alex Oppong sprang

Politik | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Vor einem Jahr starb ein Afrikaner bei einem Sturz aus dem Fenster eines brennenden Flüchtlingsheimes. Wer trägt Schuld an dem Unglück?

Bericht: Marion Bacher

Noch ist es ruhig in der Flatschacher Straße 113, am südlichen Stadtrand Klagenfurts. Gegen 23.10 Uhr soll Heimleiter Günther J.* das letzte Mal in dieser Nacht vor Ort gewesen sein. Er habe, so gab er zu Protokoll, die Gänge, Bäder, Toiletten und den Keller im Haus kontrolliert, da sich „immer wieder hausfremde Personen in diesen Bereichen verstecken“. Diesmal aber: keine Vorkommnisse.

J. macht sich auf ins eigene Zimmer, im nur wenige Schritte entfernten Nachbargebäude. Er sieht fern und blickt um zwei Uhr nachts noch einmal aus dem Fenster. Es ist ruhig im Asylheim.

Um sieben Uhr früh steht plötzlich die Garberobe im Erdgeschoss in Flammen. Rasch kriecht dicker, schwarzer Rauch bis in den zweiten, den obersten Stock empor. Das Stiegenhaus wird unpassierbar. Die Asylwerber sitzen in der Falle. Sie rufen um Hilfe, Panik


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