Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Mit einer Homo-Ehe light wollen sie sich nicht einfach abspeisen lassen

Helmut Graupner möchte es nicht so billig geben. Gut, dass es jetzt endlich die Homo-Ehe geben soll, sagt der Rechtsanwalt und Vorsitzende des Rechtskomitees Lambda. Aber schlecht, dass der Gesetzesentwurf heiratswillige homosexuelle Paare mit diversen Diskriminierungen benachteiligt. Das Standesamt sei dafür das Symbol: Lesben und Schwule dürfen sich laut Gesetz nicht dort eintragen lassen, sondern in den Bezirkshauptmannschaften, nur Wien will eigene Räume seiner Standesämter für Homo-Paare öffnen. „Warum sollen sie nicht im Rahmen einer schönen Feier ihre Beziehung besiegeln können, sondern in einer grauen Amtsstube das Protokoll unterschreiben, während nebenan Leute wegen der Aufenthaltsbewilligung anstehen?“, fragt sich Graupner vor dem Standesamt Hietzing. Er will mit mehreren Klagen gegen das Gesetz vorgehen: So vertritt er ein schwules und ein lesbisches Paar, die sich im Jänner beim Standesamt registrieren lassen möchten.


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