Technik

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Medien | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Sony Ericsson X10: hübsches Ding, große Bilder

prüfbericht: thomas vaŠek

Ein Gespenst geht um in der Hightech-Welt – das Google-Phone. In den nächsten Monaten, so heißt es, soll der Suchmaschinenkonzern ein Handy unter eigenem Label auf den Markt bringen. Ein Handy, das die Telefonie revolutionieren könnte. „Es ist kein Mythos mehr, sondern real“, schreibt der meist gut informierte US-Blog „Techcrunch“. Alle bisherigen Handys mit dem Google-Betriebssystem Android – nichts als die „Aufwärmphase“ für Googles nächstes großes Ding: ein reines Datentelefon auf Basis von Voice over IP, also Internettelefonie. Eine Art Skype fürs Handy, nahtlos integriert in den Google-Kosmos. Der Suchmaschinenbetreiber hat das Gerücht zwar bislang dementiert. Aber wenn es doch stimmt, wird am Handymarkt kein Stein auf dem anderen bleiben. Dann könnte mobile Kommunikation in Zukunft praktisch nichts mehr kosten. Und dank Internet würden Telefondienste möglich, von denen wir heute noch keinen Begriff haben. So gesehen zögere ich, Ihnen die neuesten Androidhandys zu empfehlen – etwa das hübsche Sony Ericsson X10 mit seinem gigantischen 4-Zoll-Display, 8-Megapixel-Kamera, GPS und superschnellem 1-Gigahertz-Prozessor (700 Euro). Das Teil sieht nicht nur schick aus. Mit einer Funktion namens Timescape kann man die gesamte Kommunikation von SMS über E-Mail bis zu Facebook-Statusmeldungen chronologisch verwalten. Doch all die Lernerfahrungen der Android-Hersteller könnten letztlich in das sagenumwobene Google-Phone einfließen.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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