„Es ist alles nicht so eindeutig“

Feuilleton | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Ausstellungskurator Wolfgang Kos über die Gleichzeitigkeit von Fortschritt und Reaktion, Sex und Scholle

Interview: Matthias Dusini

Wolfgang Kos muss erst noch eine Journalistin durch die Ausstellung begleiten. Dann führt der Direktor des Wien Museums wenige Tage vor der Eröffnung auch noch den Falter durch die Ausstellung „Kampf um die Stadt“ im Künstlerhaus. Nach 30 Minuten gelingt es schließlich, den „Interessantisten“, bei dem jeder Trachtenknopf eine Flut von Assoziationen auslöst, in die Nähe des Mikrofons zu bringen.

Wolfgang Kos: Jetzt bin ich müde und muss noch 20 Wandtexte schreiben.

Falter: Den Katalogtext haben Sie bereits geschrieben?

Kos: Nein. Der Katalog erscheint erst Mitte Dezember. Das Vorhaben, ihn zur Eröffnung herauszubringen, haben wir aufgegeben. Wir machen einen richtigen Katalog: Alle Objekte werden mit Erklärungstexten auf 300 Seiten abgebildet. Außerdem gibt es viele Aufsätze. In meinem will ich die Grundthese darstellen, dass es einen Riss gibt


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