Sag dem Alltag baba

Feuilleton | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Markus Kienzl kommt seiner Band Sofa Surfers mit einem harschen Solo zuvor

Feature: Sebastian Fasthuber

Density“ heißt das neue Album von Markus Kienzl, der Titel ist treffend gewählt. Dicht wie der Nebel im Salzkammergut klingen die basslastigen Stücke darauf. Der Sound ist massiv, der Raum dagegen sehr eng gezogen, was in einer paranoid bis schizophren anmutenden Stimmung resultiert. Gerade dieses Düstere zieht einen in die Platte.

„Ich selber empfinde die Musik gar nicht so düster“, schwächt Kienzl ab. „Das kommt einfach so aus mir raus. Warum, das frage ich mich eh öfter. Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass ich Musikmachen immer als Flucht verstanden habe. Eine positive Flucht. Man kann sich abschotten und dem Alltag baba sagen.“

Kienzls Musik klingt heute wie eine Fortführung jenes Sounds, mit dem seine Band Sofa Surfers bekannt wurde und trotz ihres sehr instrumenten- und rocklastigen letzten Albums auch immer noch assoziiert wird. Derbe Bässe und Grooves


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