„Mein Lieblingstier ist der Straßenköter“

Feuilleton | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Michael Glawogger über seinen neuen Film „Das Vaterspiel“, über Schauspieler in Naziuniformen und die Sehnsucht nach der weißen Leinwand

Interview: Michael Pekler, Joachim Schätz

Josef Haslingers Roman „Das Vaterspiel“ (2000) handelt von einem jungen Mann, der nach New York reist, um dort einen Keller auszubauen. Dass es sich dabei um das Versteck eines alten Nazis handelt, ist dem Sohn eines sozialdemokratischen Ministers und Enkel eines Dachau-Überlebenden egal. Denn der Hass auf den eigenen Vater, den er in einem selbstentwickelten Computerspiel regelmäßig zur Strecke bringt, ist stärker. Auch Michael Glawogger, der Haslingers Roman verfilmt hat, saß für dieses Interview am Computer. Der Filmemacher arbeitet zurzeit in Mexiko an einem neuen Projekt und beantwortete unsere Fragen – ein Kinderspiel – elektronisch.

Falter: Der Roman „Das Vaterspiel“ trennt seine verschiedenen Erzählungen mittels einzelner Kapitel – und schafft gerade dadurch wieder eine Verbindung

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