Stadtrand

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Heiß und kurz: Winter im Museumsquartier

Nein, wir sind nicht schadenfroh. Wir machen auch keine Witze auf Kosten anderer, fast keine. Und zum Glück wurde niemand verletzt. Laut Nasenzeugen und Anrainern soll es nicht einmal besonders eklig gerochen haben, als vergangenen Donnerstag der Eispalast im Museumsquartier abgebrannt ist. Zusammengebaut wird die größte Punschhütte der Welt traditionell aus den Enzi-Sommermöbeln – und die sind vorerst futsch. Eingeschmolzen, das Zeug ist schließlich aus Styropor. Prompt entwickelte sich der typische Sensationsvoyeurismus. Manche behaupteten sogar, der dampfende Haufen im MQ-Haupthof sei die erste authentische Kunstintervention dort, der Justizpalastbrand unserer Zeit, das 9/11 heimischer Punschfreunde, was allerdings sehr an Geschmacklosigkeit grenzt. Hier kommt noch was Gemeines: Über die Enzi-Modefarbe für 2010 muss man sich jetzt zumindest nicht mehr die Köpfe zerbrechen. Aschgrau wird die Farbe des nächsten Sommers!


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