Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

U-Bahn ohne Betriebsschluss

Vision: Ingrid Brodnig

Es ist drei Uhr früh, das Lokal sperrt zu, alle wollen heim. Nur wie? Das Taxi ist teuer. Das Fahrrad steht zuhause oder man ist zu betrunken zum Heimradeln. Zu Fuß ist es zu weit. Und die Nachtbusse? Die lassen auf sich warten, brauchen selbst für kurze Strecken Ewigkeiten, und wo die nächste Haltestelle ist, weiß sowieso niemand.

Für Nachtschwärmer fordert die Opposition deswegen schon lange, dass die Wiener U-Bahn am Wochenende durchfahren soll. Nun lenkt Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) ein und will im Februar das Volk befragen: Soll die U-Bahn Freitag- und Samstagnacht durchgehend fahren?

Nein, das ist keine Utopie, sondern in Metropolen wie Stockholm, Berlin und Hamburg bereits Realität. Die Hansestadt ist uns beispielsweise fünf Jahre voraus. Was hier zur Zeit zaghaft angedacht wird, setzte dort die Lokalpolitik mit 12. Dezember 2004 um: Im Hamburger Stadtgebiet fahren U- und S-Bahnen seither nachts alle 20 Minuten.

Die Zahl


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