Hundert Jahre Zeitausgleich

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 48/09 vom 25.11.2009

Damit Individualverkehr kein leeres Wort bleibt!

Erst mal ein wichtiger Hinweis: Personen, die im Falle eines Unfalls zu verständigen sind, sollen im Handy unter „ICE“ abgespeichert werden, das heißt „in case of emergency“, Rotes Kreuz oder Feuerwehr wissen Bescheid. Sicher werden das Wiener Internet Center for Education, das Kongressbüro der Caritas „International City Exchange“ und die Leobener Strömungstechnikfirma „Innovative Computer Engineering“ dann verstärkt mit Krankenhäusern telefonieren müssen, aber im Falle eines Unfalls ist das innerhalb des Toleranzbogens (ÖVP-Schönegger). Zumal Unfälle nicht vermeidbar sind, weil auch Graz ein Verkehrsinfarkt droht. Herr L. von der FPÖ wüsste Abhilfe: Der Individualverkehr sollte nicht mehr so krass benachteiligt werden gegenüber dem öffentlichen. Vielleicht wären die Individualautofahrer dann auch nicht immer so schlecht drauf und würden sich nicht wie Hirtenhunde aufführen, die in Stadtwohnungen aufgewachsen sind und mit vier Jahren zum ersten Mal einem Kind gegenüberstehen und aufgrund ihrer genetischen Disposition glauben, sie müssten es auf die Weide treiben. Damit für uns in Graz Zusammenhalten eben kein leeres Wort ist (jetzt wieder: ÖVP, Nagl). Damit sich nicht die Ellbogengesellschaft durchsetzt. Sogar die Wirtschaftsförderung weiß: Wir können das Mögliche nur erreichen, indem wir das Unmögliche versuchen. Zum Beispiel: den eigenen Ellbogen ablecken (das wäre Individualverkehr).

Dramatiker Johannes Schrettle ist zwar kaum in Graz, dennoch weiß er immer was von dort zu berichten


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