Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Alle sind neuerdings gegen den Klimawandel und für den Fortbestand der Menschheit. In der Redaktion herrschte bis zuletzt Uneinigkeit, aber dann waren der berühmte ehemalige Autorennfahrer und der berühmte Autor mit je einem Aufblas-Globus in Händen auf dem Cover der Gratiszeitung zu sehen: Sie seien jetzt auch dagegen (Klimawandel) bzw. dafür (Menschheit). Das überzeugte selbst die Proponenten der redaktionsinternen Initiative „Mehr Geckos ins Waldviertel“: Ansatzlos vercheckte Matthias „Rubber Duck“ Bernold seinen SUV und machte sich an die Konzipierung einer Klimawandelbeilage, mit der es ihm (Nachhaltigkeit!) gelungen ist, die Körpertemperatur der Restredaktion kurzfristig um durchschnittlich 1,84 Grad Celsius in die Höhe zu treiben. Mithilfe der Beilage ist es Bernold darüber hinaus gelungen, die Artdirektion bis kurz vor Redaktionsschluss von allen anderen Arbeiten abzuhalten. Gerhard „Early Bird“ Stöger, der sein Distelmeyer-Interview bereits eine Woche vor Erscheinen fix und fertig hatte, wurde von Raphael „Murgh“ Moser auf Donnerstag, Freitagvormittag, Freitagnachmittag, Montag … vertröstet.

Nichts ging mehr, selbst die fabulöse Montagmorgenabgabe von Michael „The Judge“ Omasta blieb unbelohnt: Das erste „Layout“, das Textkürzungen von circa 35 Prozent und die Sprengung des Stephansdoms vorsah, langte lange nach Einbruch der Dunkelheit ein. Irgendwie haben wir es dann doch geschafft: Die Sonderschichten der Druckerei, der Zusatzaufwand an elektrischer Beleuchtung, die verstärkte Stressfurzerei –fürs Klima war’s ein Pyrrhussieg!


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige