Der Countdown zur Welt von morgen

Falter & Meinung | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Der Klimagipfel verdient keinen Hohn. Er macht unsere Erde besser. Selbst wenn er scheitert

Kommentar: Matthias G. Bernold

Unken und Quäken in den Tagen vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen: Ein neues Abkommen werde ohnehin nicht unterzeichnet, wird moniert. Die USA lieferten nur Lippenbekenntnisse, wird geklagt. China wolle Emissionsbeschränkungen nur im Gleichklang mit dem Wirtschaftswachstum, Russland blockiere, die Industrielobby bremse, und Österreich schaffe es nicht einmal über jene Latte, die sich das Land selbst vor Jahren gelegt hat.

Die Unmutsäußerungen der Umweltschützer und Klimaforscher erfolgen zu Recht. Vor Wut über die Trägheit und mangelnde Fantasie der Politik darf man schon einmal rappeln, bis die Kabel schwellen.

Doch nur ein Teil des Ärgers ist berechtigt. Betrachtet man die Klimapolitik des vergangenen Jahrzehnts, sieht man nämlich weltweit einen fundamentalen Stimmungswandel. Waren vor ein paar Jahren öffentliche Meinung und politischer Umgang


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