Von den Minaretten nun zu den Penissen: Die FPÖ und ihre Zählung beschnittener Vorhäute

Politik | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Kommentar: Karl Pfeifer

H.C. Strache applaudiert den Schweizern zu ihrem Volksentscheid. Er hat Türken, Muslime und Minarette ja schon länger im Visier. In einem offenen Brief an die Wiener warnt er: Der Islamismus ist im Vormarsch.

Einige Abgeordnete der Freiheitlichen sind so alarmiert, dass sie gleich eine parlamentarische Anfrage betreffend Zirkumzision (operative Entfernung der Vorhaut) in Österreich an den Gesundheitsminister mit 324 Detailfragen richten.

Sie geben sich gelehrt, schwafeln von Zirkumzision, Phimose (Vorhautverengung) sowie Erkrankungen des Präputiums und der ableitenden Harnorgane und stellen onkologisch-präventive Überlegungen an, um dann zum vermutlichen Grund ihrer Anfrage zu kommen: zu den traditionell-rituellen Gründen für eine Beschneidung.

Die Frage, die sie vor allem beantwortet wissen möchten, ist: An wie vielen Buben unter fünfzehn Jahren wurde im Jahr 2008 (in den neun Bundesländern) eine Zirkumzision aufgrund traditioneller ritueller Gründe durchgeführt


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