Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Mir ist es ein Rätsel, warum sich Menschen Erotikkalender kaufen. Wo – außer in Autowerkstätten und Heereskasernen – hängt man so etwas auf? Wird das nicht fad, einen Monat lang auf dieselbe Partie Busen oder Bauchmuskeln zu starren? Würde ich mir aber einen Nacktkalender zulegen, dann den London Nude Tech Calendar. Darin lassen britische Geekgirls und -boys die Hüllen fallen. Eine Spitzenidee! Denn was fällt einem ein, wenn man an nackte Nerds denkt? Dicke Typen mit ungepflegter Haut und gamprigem Blick hinter der Brille. Dass das nur ein böses Klischee ist, zeigt der Londoner Kalender. Da posiert zum Beispiel ein hübscher Web-Entrepreneur auf weißem Satinsofa – mit formvollendetem MacBook Pro im Schritt! Das Ganze ist außerdem für einen guten Zweck: für blinde und behinderte Studenten in Indien. Aber was machen sie hier in Österreich? Sie fotografieren lieber züchtige Jungbauern und -bäuerinnen für Kalender. Als ob es nichts Geileres gäbe, als an den Eutern einer Kuh herumzufummeln.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige