Technik

Dinge, die uns brauchen

Medien | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Ein Handy für Menschen mit eigenem Dienstwagen

Prüfbericht: Thomas Vašek

Führungskräfte träumen von roten Lämpchen. Je öfter es leuchtet, umso wichtiger ist man selbst. Das Lämpchen signalisiert Umtriebigkeit und Dauerstress, es kündet von Erfolg und Scheitern, es entscheidet über Karrieren. Und wenn gar nichts mehr leuchtet, ist man wahrscheinlich gefeuert – oder der Akku ist leer. Ohne das rote Lämpchen, das den Empfang von E-Mails anzeigt, wäre ein Blackberry nur die Hälfte wert. In der Welt der Führungskräfte sind Blackberrys so etwas wie graue Geschäftsanzüge. Solide, seriös und funktional. Arbeitsmittel eben, kein Spielzeug. Ein Blackberry ist sozusagen immer busy. Allerdings gibt es feine Unterschiede. Der Blackberry Bold 9700 zum Beispiel ist etwas für Leute, die es schon zum Dienstwagen gebracht haben. Wuchtig und wichtig kommt er daher. Immerhin hat Hersteller RIM das Gerät gegenüber dem Vorgängermodell von 136 auf 122 Gramm abgeschlankt und auch die Dimensionen etwas verkleinert. Ansonsten hat man den ohnehin schon fast perfekten Bold weiter perfektioniert. So wurde der immer etwas lächerliche Rollball durch ein optisches Trackpad ersetzt. Insgesamt ist die Bedienung deutlich übersichtlicher und klarer geworden. Die Stand-by-Zeit hat sich nach Herstellerangaben ebenfalls auf 450 Stunden erhöht, bei sechs Stunden reiner Sprechzeit. In einem Test des Fachdienstes „heise mobil“ hielt der Bold immerhin einen vollen Arbeitstag durch. Und darauf kommt es für die Business-People doch an. Schlappmachen gilt nicht. Stellen Sie sich vor, das rote Lämpchen leuchtet – und wenn es nur irgendein Newsletter ist!

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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