Ein Museum moderner Musik

Feuilleton | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Das Wiener Label Kairos feiert seinen zehnten Geburtstag und sein 100. Album

Würdigung: Carsten Fastner

Von iTunes hat 1999 zwar noch niemand gesprochen, das Ende der CD aber war längst prophezeit, die Internettauschbörse Napster als Sargnagel des digitalen Tonträgers gebrandmarkt worden, und nicht nur Fachleute ahnten, welch gewaltige Probleme sich gerade für die Plattenbranche anbahnten.

Es schien Barbara Fränzen und Peter Oswald genau der richtige Zeitpunkt zu sein für die Gründung eines neuen CD-Labels, euphorisch Kairos genannt, nach dem altgriechischen Wort für den erfüllten Augenblick, den schicksalhaften Moment, der beherzt genutzt werden will.

Und tatsächlich: Die Krise bot die Chance für die Nische. Seit zehn Jahren widmet sich das unabhängige Wiener Label auf international vorbildliche Weise der Neuen Musik.

Mit viel privater Leidenschaft und professionellem Wissen haben die ORF-Juristin und der einstige Intendant des Klangforums Wien und des steirischen herbstes aus


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