Wiederbegegnung mit den Beatles, Teil 12: Komm, gib mir deine verschwitzte Pinguinpratze

Feuilleton | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Enthusiasmus-Serie: Sebastian Fasthuber

Die Songs von Lennon/McCartney sind die meistgecoverten der Popgeschichte, doch selbst ihre Preziosen wurden bisweilen so ungeschickt angefasst, dass vom Zauber der Originale nur mehr sehr wenig übrig blieb. „I Want To Hold Your Hand“, das war für den Verfasser dieser Zeilen in Kinder- und Teenagertagen nur „Komm, gib mir deine Hand“ – freilich nicht in der deutschsprachigen Version der Fab Four (als Single ein gesuchtes Sammlerstück), sondern in der Fassung einer österreichischen Band namens Die Pinguine, die heute vom hiesigen Hitradio wohl als „neue Österreicher“ vermarktet würde. Die Pinguine sind längst vergessen, 1989 aber war ihre Aufnahme zumindest einen Sommer lang auf Ö3 zu hören.

Kann man schon dem Original nicht unbedingt sperrige Doppelbödigkeit attestieren, gelang es hier, das Lied noch wesentlich harmloser klingen zu lassen: Die Pinguine, das waren Typen, denen man tatsächlich nicht viel mehr als Händchenhalten


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