„Fürs Leben ist das Scheiße“

Feuilleton | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Ex-Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer spielt erstmals solo in Wien. Ein Gespräch über Erfolg, Hass und Ingmar Bergmans Dämonen

Interview: Gerhard Stöger

Jochen Distelmeyer trägt eine schicke Sonnenbrille, die er für die Dauer des Gesprächs auch nicht absetzen wird. Ein passendes Bild: Der ehemalige Sänger der 2007 aufgelösten Hamburger Diskurspopband Blumfeld gibt sich höflich, aber zurückhaltend. Nur zögerlich öffnet er sich im Interview zu seinem Solodebüt „Heavy“. Ende September ist das Album erschienen, jetzt stellt Distelmeyer es mit seiner neuen Band auch live vor.

Falter: Herr Distelmeyer, wie definieren Sie Erfolg?

Jochen Distelmeyer: Ich definiere das für mich nicht. Erfolg ist keine Kategorie, die mir wichtig wäre. Ich genieße das Privileg, dass ich machen kann, was mir etwas bedeutet und Spaß bereitet. Darüber bin ich froh.

Taugt der Wunsch nach kommerziellem Erfolg als Antrieb künstlerischen Schaffens?

Distelmeyer: Für mich gilt das nur begrenzt, aber ich


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