Fußball

Bayerns Heinz Fischer: Präsident Uli Hoeneß

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Wolfgang Kralicek über das Treiben auf und neben dem Spielfeld

Mit großer Mehrheit wurde Ulrich Hoeneß am Wochenende zum Präsidenten von Bayern gewählt. Gemeint ist nicht der Freistaat (9,3 Millionen Wahlberechtigte), sondern der gleichnamige Fußballverein (150.000 Mitglieder). Bei Letzterem ist der Präsidentenjob mehr ein repräsentatives Amt, Hoeneß ist jetzt quasi der Heinz Fischer des Vereins. Und das, nachdem er 30 Jahre lang Faymann, Pröll und Häupl in Personalunion war. Offiziell hieß der Job „Manager“, aber Hoeneß war Bayern München. Und obwohl er überzeugend die Mia-san-mia-Arroganz dieses Vereins verkörperte, muss man diesem Mann Respekt zollen. Er ist ein grader Michl, brutal direkt wie Niki Lauda, aber viel großzügiger. Außerdem ist Hoeneß der einzige Präsident der Welt, der eine Wurstfabrik betreibt. Drei Millionen Nürnberger Rostbratwürstel täglich können nicht irren.


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