Uni brennt! Und weiter?

Steiermark | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Über die Mühen der Ebene auf der Vorklinik ...

Essay: Stefan Schmitzer*

Über die Frage, „wie es langfristig weitergeht“ mit und in den besetzten Hörsälen Österreichs, wurde schon an einigen Stellen Kluges geschrieben. Das Phänomen ist kein eben sperriges Analyseobjekt: In Beziehung zueinander gesetzt werden müssen (a) politische Großwetterlage, (b) Demografie in den befreiten Unieinrichtungen und (c) die Natur webgestützter Organisationsstrukturen.

Aus so einer Beschreibung zu ziehende Schlüsse sind dann wieder je nach Weltbild des Analysierenden geschieden: Ist die sich abzeichnende Ausweitung der Uni-Proteste auf andere Bildungsbereiche (wo nicht gar auf den ganzen Produktionsapparat) wünschenswert oder schädlich (beziehungsweise schädlich für wen/was)? Wurde hier das Ende der repräsentativdemokratischen Interessensvertretungen eingeläutet? – Stehen nun „wilde Streiks“ auch den konsensgewöhnten Arbeitgebern der Metall- oder Papierindustrie bald wieder bevor? Wie

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