Schlumpfhausen? Aua!

Steiermark | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Kulturpolitik in Graz: Nachrichten von einer vergessenen Front. Eine Ermutigung

Kulturbericht: Thomas Wolkinger

Es war eine anschauliche Geschichte, mit der Michael Wimmer seinen Vortrag einleitete. Wimmer, ein ausgewiesener Experte für Kulturpolitik, berichtete von den Bauern von Pinggu, eines Bezirks am östlichen Stadtrand von Peking, und davon, wie diese Bauern, die sich zuvor mit dem Pflanzen von Bohnen, Pfirsichen und saftigen Kakis einen Namen gemacht hatten, plötzlich damit begannen, Geigen zu bauen. Nur zwanzig Jahre später beherrschten die Violinen aus Pinggu zumindest dreißig Prozent des Weltmarkts, erzählte Wimmer. Der „Geist von Pinggu“ – ein Beispiel dafür, wie radikal sich eine Region neu erfinden kann.

Auch die Stadt, in der Wimmer seinen Vortrag hielt – er eröffnete damit das Symposium „Stadt – Kultur – Hören“ der Grazer Spielstätten im Dom im Berg –, hat das immer wieder versucht. Graz, die einstige „Pensionopolis“ der k.u.k. Beamten, die „Stadt

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