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Edward Elgars heimliches Hauptwerk

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Mit den Wiener Philharmonikern bricht Sir Simon Rattle eine Lanze für seinen Landsmann Edward Elgar (1857–1934): Der britische Spätromantiker – bekannt (und gerne auch bespöttelt) für seine „Enigma-Variationen“ und sein Cellokonzert – schrieb 1900 mit „The Dream of Gerontius“ jenes Werk, das unter Musikhistorikern als sein eigentliches Hauptwerk gilt – obwohl es im Konzert so gut wie nie zu hören ist. Nach einem Text von John Henry Newman schuf der konvertierte Katholik damit ein Oratorium, das die Erbsünde des Menschen, die Askese und schließlich das Eingehen der Seele in Gott thematisiert – und sich musikalisch eher an Richard Wagner als an der englischen Gattungstradition orientiert.

Musikverein, Sa 15.30, So 11.00, Mo 19.30


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