Vorwort

Matthias G. Bernold | Extra | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Hektik vor dem großen Klimagipfel in Kopenhagen. Beinahe stündlich gibt es Neues: Da werden in Großbritannien, rechtzeitig vor dem 7. Dezember, dem Beginn der zweiwöchigen Konferenz, private E-Mails von Wissenschaftlern gehackt. Deren Inhalt soll beweisen, dass der Klimawandel nichts als die konspirative Kopfgeburt einer gleichgeschalteten Forscherkaste sei. Da präsentieren zwei Dutzend Wissenschaftler eine Studie, um den Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change, eines 500-köpfigen Forschergremiums, als zu wenig alarmistisch zu kritisieren. Da kündigt Barack Obama sein Erscheinen an und bringt sogar unverbindliche Versprechungen der USA mit. Und selbst China, der größte Treibhausgasemittent der Welt, will seine Emissionen – gemessen am Wachstum – beschränken.

Es ist eine Zeit, in der abwechselnd Erwartungen geschürt und Chancen kleingeredet werden, in der alarmiert und beschwichtigt wird. So viel ist heute klar: Der Mensch ist durch seine CO2-Emissionen aus Industrie,

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