Der Che vom Burgenland

Extra | Anna Sawerthal | aus FALTER 49/09 vom 02.12.2009

Die silbernen Platten funkeln in der strahlenden Sonne. „Photovoltaik ist sexy“, sagt Werner Rauscher und schaut stolz hinauf, dorthin, wo gerade aus Sonnenlicht Strom erzeugt wird. Das Wetter im südburgenländischen Güssing ist an diesem Tag prächtig. Auf einem Übungsdach montieren die Schüler Solarplatten. Das gehört zur Ausbildung zum „Solarteur“ dazu. Den Berufsmix aus Solartechniker und Installateur hat Rauscher selbst erfunden.

„Güssing gehört nicht zu Österreich. Und Martin Bartenstein hat Einreiseverbot“, meint er zynisch. Er ist verärgert über die österreichische Politik und die großen Energiekonzerne. Als selbsternannter „Che Guevara der Energiebranche“ wünscht er sich nichts Geringeres als eine Energierevolution. In spätestens drei Jahren, ist er überzeugt, werde das System der fossilen Energieträger gegen die Wand fahren.

In Güssing hat die Energierevolution schon vor Jahren stattgefunden. Die 4200-Seelen-Gemeinde versorgt alle Haushalte und öffentlichen


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