Ohren auf!

Sammelkritik

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Als Franz Schubert im September 1828 sein Streichquintett C-Dur beendete, war er 31 Jahre jung und hatte noch zwei Monate zu leben. Mit seiner letzten Kammerkomposition hinterließ er einen Solitär in der Musikgeschichte, eigenwillig in seiner Besetzung (mit zweitem Cello), rätselhaft in seiner Vollkommenheit, hinreißend in seiner Hoffnungslosigkeit, mystisch in seiner Sehnsucht nach klingender Ewigkeit.

An der Jahrhundertaufnahme des Alban Berg Quartetts mit Heinrich Schiff (EMI, 1983) ist bis heute nicht leicht vorbeizukommen. Zwei Ensembles haben das nun – gleichzeitig, aber unter sehr verschiedenen Voraussetzungen – versucht. Und waren jeweils auf ihre Weise erfolgreich.

Das sehr junge Acies Quartett aus Kärnten machte sich mit Unterstützung des erfahrenen Cellisten David Geringas (geb. 1946) ans Werk (Gramola). Das Londoner Belcea Quartett wiederum, ohnehin als einer der Erben des 2008 aufgelösten ABQ gehandelt, holte sich dessen Cellisten, Valentin Erben, ins Boot (EMI).

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