Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 50/09 vom 09.12.2009

Was ein Elefant im Porzellanladen macht, ist hinlänglich bekannt. Aber was, bitte, macht ein Elefant in einer Feng-Shui-Ecke? Er macht ein paar Ecken und Kanten und Löcher hinein, damit die Energie besser abfließen kann und es nicht zu heiß wird dort. Hahaha, guter Witz! In Wirklichkeit gibt es gar keinen Elefanten in der Feng-Shui-Ecke, außerdem sind Fangfragen verboten. Tatsache ist, dass die Falter-Feng-Shui-Ecke zurzeit saisonal hochgerüstet ist, sodass man sich nicht wundern müsste, würde eines Tages ganz lässig ein Elefant an der Theke lehnen, einen 75-stöckigen Whisky – das wäre hochgerechnet in etwa die elefantöse Entsprechung zu einem humanen Doppelten –, sagen wir einen Islay-Single Malt (wahrscheinlich einen Bruichladdich, weil das ein bisschen nach Schottisch für Bruchlandung klingt), trinken, an seinem Zigarillo ziehen und hin und wieder einen Rüssel voller Erdnüsse aus dem 5-Kilo-Sack schnupfen, der seit ein paar Tagen dort steht und mittlerweile (Stand vom 4.12., 20.15 Uhr) zu drei Viertel, wenn nicht gar vier Fünftel leergefuttert ist.

Wer den Sack dorthin gestellt hat, weiß niemand. Die Konkurrenz? Al-Kaida? Der Nikolo persönlich?! Fest steht, dass einige Mitglieder der Redaktion sich bereits eher unzart in Richtung einer weihnachtskugelhaften Silhouette entwickeln und wohl in absehbarer Zeit Verwendung als Weihnachtsschmuck finden werden, um die doch eher abstrakte Dekoration der Rotenturmstraße anzufiguralisieren. Auf dem Sack ist übrigens der schöne Satz zu lesen: „Produkt kann Spuren von Schalenfrüchten enthalten.“


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